INSTALLATION VON BARBARA KROBATH
 
3184 Türnitz, Schutzhaus Eibl-Teichhütte,
Mariazellerstraße 59, Bezirk Lilienfeld

Eröffnung: Sonntag 13. Mai 11 Uhr Treffen in Türnitz, Parkplatz Eibllift, 1 1/2-stündige Wanderung auf den Eibl, Eröffnung der Installation
Das Meditationkunstwerk aus Straßenpflöcken der Firma Dietzel-Univolt ist bis 10. Juni 2012 frei zugänglich.

Auf dem Eibl, dem Hausberg von Türnitz, ist ein großes Mandala zu sehen. Die seltsam anmutenden weißen Punkte des Bildes sind Leitpflöcke, die hier eine Art Kreisverkehr gestalten.
Wo, bittesehr, soll das denn hinführen?!
Was haben unsere Straßenpflöcke auf einer Almwiese zu suchen? Und wozu ein asiatischer Kreis auf einem Mostviertler Berg? Sollen die Kühe etwa meditieren und heilig werden, und dann unsere momentanen Heiligen Kühe, die Autos, ersetzen? Wie sollen wir dann weiterkommen?
Doch sind wir im Fluss, wenn wir in Blechbüchsen den Markierungspfosten am Straßenrand folgen? Oder sind wir im Fluss, wenn wir in uns ruhen? Mandalas sollen zu dieser Ruhe verhelfen, zu einer vertieften Konzentrationsfähigkeit. Die Ich-Anhaftung, im Buddhismus Ursache allen Leids, wird dabei vermindert. Das geschieht durch eine geistige Überschreitung der Grenze zwischen Körper-Identifikation und Raumerfahrung.

Und warum gerade auf dem Eibl?
Zugegeben, nicht nur die Psyche der Kühe und Wanderer soll positiv beeinflusst werden, auch die der Bewohner und Bewohnerinnen und der Gäste von Türnitz. Denn wer nicht unentwegt auf die Straße starrt, kann das Mandala auch von dort aus gut sehen.






 

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